Westerngitarre Test: unsere Auswahl bis 500 Euro
Eine Westerngitarre muss gut in der Hand liegen und zum eigenen Budget passen. Diese acht Modelle bis 300 und 500 Euro decken unterschiedliche Wünsche ab: vom günstigen Einstieg bis zur Gitarre für den Verstärker.
Unsere Empfehlungen bis 300 Euro
Yamaha F310
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Für die ersten Akkorde und die Begleitung von Songs braucht es keine aufwendige Ausstattung. Die Yamaha F310 ist hier ein preiswerter Einstieg als Einzelgitarre. Du kannst Tasche und Stimmgerät nach deinem Bedarf auswählen, statt ein komplettes Set zu kaufen.
Bei der Wahl zwischen F310 und F370 würden wir vor allem auf das Halsgefühl achten. Für die F310 spricht der günstigere Einstieg; wer einen kleineren Korpus sucht, sollte sich die FS400 ansehen.
Maße und Ausstattung
- Mensur: 634 mm
- Sattelbreite: 43 mm
Vorteile
- Geringe Anschaffungskosten lassen Spielraum für Unterricht oder Zubehör
- Kürzere Mensur als bei der FG800 kann bei gleichem Saitensatz die Spannung verringern
- Einfache Ausstattung für unverstärkte Liedbegleitung
Nachteile
- Tasche und Stimmgerät kommen zum Gitarrenpreis hinzu
- Der breite Korpus kann im Sitzen unbequem sein
- Für den direkten Verstärkeranschluss fehlt ein Tonabnehmer
Yamaha F370
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Die Yamaha F370 fällt mit ihrem schwarzen Hochglanzkorpus und der hellen Randeinfassung auf. Ihre Grundausstattung ähnelt der F310, die Mechaniken sind jedoch eine andere Ausführung. Sie ist eine Alternative für die klassische Akkordbegleitung, wenn dir diese Optik gefällt.
Den Aufpreis würden wir vom konkreten Instrument abhängig machen: Gefällt dir der Hals besser, lassen sich die Mechaniken gut bedienen und stimmt die Verarbeitung? Wer vor allem eine massive Decke möchte, findet mit der Fender CD-60S All-Mahogany eine andere Möglichkeit, das Budget einzusetzen.
Maße und Ausstattung
- Mensur: 634 mm
- Sattelbreite: 43 mm
- Mechaniken: geschlossene Druckgussmechaniken
Vorteile
- Klassische Westernform für die Begleitung von Songs
- Kürzere Mensur als bei der FG800
- Hochglanzoptik mit heller Korpuseinfassung
Nachteile
- Hochglanzflächen zeigen Fingerabdrücke leichter
- Der große Korpus ist für kleinere Spieler nicht immer bequem
- Der Mehrpreis zur F310 bringt weder eine ausgewiesene Massivdecke noch Elektronik
Fender CD-60 V3
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Bei der Fender CD-60 V3 lohnt sich der Blick auf das C-Profil des Halses. Wer mit dem Halsgefühl der Yamaha-Modelle nicht zurechtkommt, hat hier eine weitere günstige Dreadnought zur Auswahl. Fürs Üben zu Hause und das Begleiten von Gesang ist ihre schlichte Ausstattung ausreichend, sofern Haltung und Einstellung passen.
Achte beim Kauf auf den Modellnamen: CD-60 V3, CD-60S und CD-60SCE unterscheiden sich bei Decke und Elektronik. Ein Koffer gehört außerdem nur dann zum Angebot, wenn der Händler ihn ausdrücklich aufführt.
Maße und Ausstattung
- Mensur: 643 mm
- Sattelbreite: 43 mm
Vorteile
- Andere Halsform zum direkten Vergleich mit den Yamaha-Modellen
- Preiswerte Fender für rein akustisches Spielen
- Schlichte Ausstattung ohne zusätzliche Bedienelemente
Nachteile
- Laminierte Decke, falls eine Massivdecke dein Kaufkriterium ist
- Hohe Sololagen sind ohne Cutaway weniger frei zugänglich
- Für den direkten Anschluss an einen Akustikverstärker ist zusätzliche Ausstattung nötig
Winzz 41-Zoll-Set
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Beim Winzz kaufst du ein Startpaket mit Zubehör: Tasche, Clip-Stimmgerät und Ständer gehören ebenso dazu wie Gurt, Plektren und Ersatzsaiten. Das ist vor allem dann interessant, wenn du noch gar keine Gitarrenausrüstung besitzt.
Die Menge an Zubehör sagt allerdings wenig darüber aus, wie gut sich die Gitarre greifen lässt. Prüfe die Saitenlage sorgfältig. Hast du die Grundausstattung schon zu Hause, verliert das Set seinen wichtigsten Vorteil; dann lohnt sich eine einzelne F310 oder FS400 eher.
Vorteile
- Weniger einzelne Anschaffungen für den Einstieg
- Der Gesamtumfang lässt sich gut in ein kleines Startbudget einplanen
- Ein verstellbarer Halsstab ermöglicht bei Bedarf eine fachkundige Einstellung
Nachteile
- Mensur und Sattelbreite sind nicht verlässlich angegeben
- Die große 41-Zoll-Form passt nicht jedem
- Eine massive Decke ist nicht ausgewiesen
Yamaha FS400
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Wenn eine große Westerngitarre im Sitzen stört, ist die Yamaha FS400 einen Blick wert. Ihr kleinerer Concert-Korpus lässt mehr Platz für den Arm als die breiteren Yamaha-Modelle hier. Gerade fürs Üben auf dem Stuhl ist das ein sinnvoller Unterschied.
Der Hals ist deshalb nicht schmaler als bei F310 und F370. Probiere also neben der Sitzhaltung auch ein paar Akkorde aus. Die FS400 bleibt eine Stahlsaitengitarre; das Wort Concert bezeichnet ihre Form.
Maße und Ausstattung
- Mensur: 634 mm
- Sattelbreite: 43 mm
Vorteile
- Weniger ausladender Korpus beim Spielen im Sitzen
- Kürzere Mensur als bei der FG800
- Kompakte Westernform ohne hohes Einstiegsbudget
Nachteile
- Wer einen schmaleren Hals sucht, gewinnt gegenüber F310 und F370 nichts
- Für den direkten Verstärkeranschluss fehlt Elektronik
- Eine massive Decke ist nicht ausgewiesen
Fender CD-60S All-Mahogany
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Die Fender CD-60S All-Mahogany bietet eine massive Mahagonidecke im Budget bis 300 Euro. Dazu kommen abgerundete Griffbrettkanten, die du beim Anspielen bewusst mit anderen Hälsen vergleichen kannst. Für unverstärkte Liedbegleitung ist sie eine interessante Alternative zu den einfacheren Einstiegsmodellen.
Der Name All-Mahogany kann leicht missverstanden werden: Boden und Zargen bestehen aus laminiertem Mahagoni, die Gitarre ist also nicht vollmassiv. Wie dir ihr Klang gefällt, lässt sich aus der Holzbezeichnung allein nicht ableiten.
Maße und Ausstattung
- Mensur: 643 mm
- Sattelbreite: 43 mm
Vorteile
- Massive Decke ohne das Budget bis 500 Euro ausschöpfen zu müssen
- Abgerundete Griffbrettkanten als Auswahlmerkmal beim Anspielen
- Akustische Ausstattung ohne Elektronik, wenn du sie nicht brauchst
Nachteile
- Die Dreadnought-Form braucht Platz beim Sitzen
- Für Soli in hohen Lagen fehlt ein Cutaway
- Tasche und Stimmgerät kosten zusätzlich
Fender CD-60SCE
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Möchtest du die Gitarre auch verstärkt spielen, erspart dir die Fender CD-60SCE das Nachrüsten eines Tonabnehmers. Der Fishman-Vorverstärker mit Stimmgerät und der Cutaway sind ihre wichtigsten Unterschiede zu den rein akustischen Modellen. Auch eine massive Fichtendecke ist dabei.
Diese Ausstattung lohnt sich etwa für die Probe mit Gesangsanlage oder einen Auftritt. Spielst du ausschließlich unverstärkt und vor allem offene Akkorde, werden dir die zusätzlichen Funktionen weniger bringen. Dann kannst du mehr Gewicht auf das Halsgefühl und deine bevorzugte Korpusform legen.
Maße und Ausstattung
- Mensur: 643 mm
- Sattelbreite: 43 mm
Vorteile
- Direkter Anschluss an einen passenden Akustikverstärker oder ein Mischpult
- Hohe Bünde durch den Cutaway leichter erreichbar
- Zum Stimmen brauchst du kein separates Clip-Stimmgerät
Nachteile
- Die Elektronik benötigt eine Batterie
- Tasche, Kabel und gegebenenfalls Verstärker erhöhen die Gesamtkosten
- Der große Korpus bleibt trotz Cutaway eine Frage der Sitzhaltung
Eine weitere Option bis 500 Euro
Yamaha FG800
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Die Yamaha FG800 steht für eine klassische akustische Dreadnought mit massiver Fichtendecke und Scalloped Bracing. Mit ihrer längeren Mensur unterscheidet sie sich beim Greifen von F310 und F370. Sie gehört in die Auswahl, wenn du bis 500 Euro ausgeben möchtest und vor allem eine Gitarre zum unverstärkten Spielen suchst.
Achte beim Anspielen auf einfache Akkordwechsel und darauf, wie der Korpus unter dem Arm liegt. Wenn dir eine kürzere Mensur oder die kleinere FS400 mehr zusagt, sollte das höher zählen als das größere Preisbudget.
Maße und Ausstattung
- Mensur: 650 mm
- Sattelbreite: 43 mm
Vorteile
- Massive Fichtendecke als klare Abgrenzung zu F310 und F370
- Rein akustisches Konzept ohne zusätzliche Bedienelemente
- Im Budget bis 500 Euro bleibt abhängig vom Angebot Spielraum für Zubehör
Nachteile
- Längere Mensur bedeutet größere Abstände zwischen den Bünden
- Hohe Lagen sind ohne Cutaway weniger frei zugänglich
- Für einen direkten Verstärkeranschluss ist ein zusätzliches System nötig
Die Unterschiede auf einen Blick
| Modell | Budgetgruppe | Korpus und Decke | Anschluss | Passt besonders für |
|---|---|---|---|---|
| Yamaha F310 | Bis 300 Euro | Western-Korpus, 412 mm breit Fichte; nicht als massiv ausgewiesen | Kein Tonabnehmer | Preisbewusster Einstieg und Liedbegleitung |
| Yamaha F370 | Bis 300 Euro | Dreadnought, 412 mm breit Fichte; nicht als massiv ausgewiesen | Kein Tonabnehmer | Großer Korpus und klassische Hochglanzoptik |
| Fender CD-60 V3 | Bis 300 Euro | Dreadnought Laminierte Fichte | Kein Tonabnehmer | Einfache akustische Dreadnought als Alternative zu Yamaha |
| Winzz 41-Zoll-Set | Bis 300 Euro | 41-Zoll-Western-Korpus Fichte; Massivaufbau nicht ausgewiesen | Kein Tonabnehmer ausgewiesen | Erste Anschaffung mit Tasche, Tuner und Ständer |
| Yamaha FS400 | Bis 300 Euro | Concert, 380 mm breit Fichte; nicht als massiv ausgewiesen | Kein Tonabnehmer | Kleinerer Korpus zum bequemen Sitzen und Üben |
| Fender CD-60S All-Mahogany | Bis 300 Euro | Dreadnought Massives Mahagoni; Boden und Zargen laminiert | Kein Tonabnehmer | Massive Mahagonidecke für rein akustisches Spielen |
| Fender CD-60SCE | Bis 300 Euro | Dreadnought mit Cutaway Massive Fichte | Fishman-Vorverstärker und Stimmgerät | Akustisch üben und direkt verstärkt auftreten |
| Yamaha FG800 | Über 300 bis 500 Euro | Dreadnought, 412 mm breit Massive Fichte | Kein Tonabnehmer | Massive Fichtendecke und bewusst großer Korpus |
Was du bis 300 Euro erwarten kannst
In dieser Preisklasse gibt es mehr Auswahl, als ein bloßer Blick auf den Markennamen vermuten lässt. Einzelgitarre oder Set, kleinerer Korpus oder Verstärkeranschluss: Entscheide zuerst, was du tatsächlich brauchst. Rechne mit dem Gesamtbudget, einschließlich Tasche, Stimmgerät und einer möglichen Einstellung.
Wenn du vor allem Akkorde lernen willst, würden wir eine angenehm spielbare einfache Gitarre einer umfangreicher ausgestatteten, aber unbequemen vorziehen. Die Saitenlage lässt sich prüfen, der passende Korpus sollte von Anfang an stimmen.
Wann sich ein Budget bis 500 Euro lohnt
Mehr Geld lohnt sich dann, wenn du beim Anspielen einen Unterschied findest, der dir wichtig ist. Nimm möglichst dieselben Akkorde und Zupfmuster und wechsle direkt zwischen den Gitarren. Was liegt besser in der Hand, und welcher Klang gefällt dir? So wird aus dem Aufpreis eine begründete Entscheidung.
Du musst die 500 Euro nicht vollständig ausgeben. Eine passende Tasche und bei Bedarf eine fachkundige Einstellung können sinnvoller sein als das teuerste Modell im Vergleich.
Darauf würden wir beim Anspielen achten
- Sitzhaltung: Kann der rechte Arm entspannt über dem Korpus liegen, ohne dass du die Schulter hochziehst? Probiere deine übliche Sitzposition aus.
- Greifen: Spiele offene Akkorde und, wenn du sie schon kannst, Barrégriffe. Unnötig hoher Kraftaufwand kann auch an der Einstellung liegen.
- Verarbeitung: Fühlen sich Bundenden und Griffbrettkanten angenehm an? Lassen sich die Mechaniken bedienen, und bleibt die Stimmung nach ein paar Akkorden stabil?
- Klang: Vergleiche leises Zupfen und Akkordbegleitung. Eine Holzbezeichnung sagt dir nicht, welches konkrete Instrument du lieber hörst.
Western- oder Konzertgitarre?
Der wichtigste Unterschied sind die Saiten: Westerngitarren verwenden Stahl, Konzertgitarren meist Nylon. Das verändert Klang, Saitenspannung und Spielgefühl. Auch die Hälse unterscheiden sich häufig in der Breite.
Für Pop- und Folk-Begleitung mit Plektrum liegt eine Westerngitarre nahe. Wenn du klassische Stücke spielen möchtest oder das Gefühl von Nylonsaiten bevorzugst, passt eher eine Konzertgitarre. Fingerpicking geht auf beiden. Anfänger können mit beiden Typen starten.

Das Zubehör für den Start
Stimmgerät, Tasche und ein paar Plektren reichen als Grundausstattung. Ein Ständer ist für die Aufbewahrung hilfreich; Kapodaster und weitere Extras kannst du nach Bedarf dazukaufen. Bei einem Set lohnt sich ein Blick auf den Lieferumfang, damit du nichts doppelt bestellst.
Dazu kommt ein Ersatzsatz passender Saiten. Für verstärktes Spielen brauchst du außerdem ein geeignetes Kabel und einen passenden Verstärker oder Zugang zu einer Anlage. Diese Kosten gehören zum Kauf dazu.
Welche Westerngitarre würden wir kaufen?
Für einen günstigen Einstieg würden wir mit der Yamaha F310 anfangen und sie gegen die FS400 anspielen, wenn der große Korpus unbequem ist. Steht der Verstärkeranschluss schon auf deiner Wunschliste, ist die Fender CD-60SCE die passend ausgestattete Option. Die letzte Entscheidung sollte beim Anspielen fallen: Eine Gitarre, mit der du gern übst, ist den Kauf eher wert als eine längere Ausstattungsliste.

Fragen vor dem Kauf
Was bedeutet die Größenangabe 4/4?
4/4 bezeichnet üblicherweise eine Gitarre in voller Größe. Daraus ergeben sich keine einheitlichen Korpusmaße oder Griffabstände. Zwei 4/4-Gitarren können sich deshalb deutlich unterschiedlich halten und spielen lassen.
Sind diese Angebote auch für Linkshänder geeignet?
Die aufgeführten Angebote empfehlen wir als Rechtshändermodelle. Suche als Linkshänder eine ausdrücklich passende Ausführung. Das bloße Umkehren der Saitenreihenfolge kann Anpassungen an Sattel und Stegeinlage erforderlich machen.
Kann ich Stahlsaiten auf eine Konzertgitarre ziehen?
Nein. Eine für Nylonsaiten gebaute Konzertgitarre ist nicht für die höhere Zugbelastung eines üblichen Stahlsaitensatzes ausgelegt. Verwende Saiten, die zum Instrumententyp passen.
Ist eine gebrauchte Westerngitarre eine Alternative?
Ja, wenn Zustand und Preis stimmen. Lass möglichst jemanden mit Erfahrung Hals, Bünde, Decke und Steg prüfen. Plane mögliche Reparaturen oder eine Einstellung ein; ein günstiger Kaufpreis allein macht noch kein gutes Angebot.
